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Wissen – Üben – Entscheiden. Eine Tafel im Schnee. Eine Lektion für die Medizin.

Gerhard Feilmayr, 05.04.2026

Irgendwo auf einer Skitour in den Alpen hängt eine Tafel des Alpenvereins. Drei Wörter, ein Prinzip: Wissen – Üben – Entscheiden. Darunter: Faktor Mensch & Risikocheck.

Eine Gruppe steht am Einstieg. Das Gelände wirkt ruhig, der Himmel klar – doch das Lawinenbild ist komplex. Was jetzt zählt, ist nicht nur die Analyse des Hangs. Es ist die Frage: Wer steht neben mir? Wer hat Erfahrung? Wer zögert? Wer drängt? Wie kommunizieren wir, wie entscheiden wir gemeinsam unter Druck?

Die Entscheidung entsteht nicht allein aus Fakten. Sie entsteht aus Wissen, Training und dem Verständnis für das eigene Team.

Genau hier beginnt die Parallele zum klinischen Alltag.

Auch auf Station oder in der Apotheke sind Entscheidungen selten eindeutig. Leitlinien geben Orientierung, aber die Situation ist dynamisch. Wie sicher ist das Wissen im Team? Wer erkennt Risiken früh? Wer hinterfragt und wer folgt? Wie gut funktioniert Kommunikation, wenn der Zeitdruck steigt?

Der Faktor Mensch ist auch in der Medizin entscheidend. Über 70 % der stationären Verordnungen werden von Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren ausgestellt. Rund
11 % der Arzneimittelverabreichungen sind fehlerhaft. 60 % davon sind menschliche Fehlentscheidungen. Jede 15. Krankenhausaufnahme ist medikationsbedingt.

Wissen allein reicht nicht. Es muss trainiert, reflektiert und im Team gelebt werden.

MEDCH überträgt das alpine Prinzip in die Arzneimitteltherapie.

Statt einmaligem Wissenserwerb setzt MEDCH auf ein strukturiertes, dreigliedriges Modell:
Wissen durch evidenzbasierte Inhalte zu über 400 Wirkstoffen, Üben durch realistische, fallbasierte Entscheidungssituationen mit sofortigem Feedback, Anwenden durch direkten Transfer in den klinischen Alltag.

Jeder Fall ist ein Risikocheck: Indikation, Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen. Und darüber hinaus macht MEDCH sichtbar, wo im Team Unsicherheiten bestehen, welche Muster sich zeigen und wie Kompetenz sich über Zeit entwickelt. Mehr als 335.000 beantwortete Trainingsfragen und monatlich über 160 Stunden aktive Trainingszeit sprechen für sich.

So wie im alpinen Gelände nicht der Hang allein über Sicherheit entscheidet, sondern die Kombination aus Wissen, Erfahrung und Teamdynamik – gilt auch in der Medizin: Arzneimittelsicherheit entsteht dort, wo Wissen trainiert, reflektiert und im Team verstanden wird.

MEDCH macht genau das sichtbar. Und trainierbar.